Meetings zu stapeln gilt oft als schlechte Praxis. Ich sehe das ganz anders: Die Pausen zwischen Meetings sind meist zu kurz, um echte Arbeit zu erledigen, aber lang genug, um echte Zeit zu verschwenden.
Dein Ziel ist es, auf Netto-Fokuszeit zu optimieren.
Statt Meetings über den Tag zu verteilen, bündle Meetings in einem einzigen Block, um den Rest Deines Kalenders für Deep Work zu schützen. Nach dem Meeting-Block kannst Du eine Pause machen und neu starten, bevor die nächste Focus Session beginnt.
Falls Du so viele Meetings hast, dass sie nicht in einen Nachmittagsblock passen, ist das ein klares Signal, dass Du Deine interne Meeting-Kultur überdenken musst.
Die meisten Themen, für die Du Dich gerade in Meetings triffst, lassen sich wahrscheinlich stattdessen über asynchrone Kommunikation deutlich effizienter klären. Sobald Du die gesamte Meeting-Last reduzierst, wird das Stapeln der verbleibenden Meetings hocheffizient.
Viele spüren nach dem Mittagessen ein Energie- und Fokustief und vermeiden deshalb Meetings in dieser Zeit. Ich sehe das ganz anders. Deine energiereichsten Stunden müssen für Deep Work reserviert sein – damit ist das Zeitfenster nach dem Mittagessen der ideale Slot für Meetings.
Allein neigst Du vielleicht zum Prokrastinieren, aber Meetings mit anderen schaffen Verbindlichkeit und halten das Momentum hoch.
Außerdem schaffen Meetings nach dem Mittagessen nicht nur in Deinem eigenen Kalender Raum für Deep Work, sondern schützen auch die Kalender Deiner Teammitglieder – so bekommen auch sie echte Fokuszeit.